Christina Kramer
 
 

coming up:


Ausstellung:
Roland Gätzschmann & Christina Kramer
ART BOOK SAAR, Homburg. Eröffnung am 13. Juli 2019, 15 Uhr



Neuerscheinung Katalog (Juli 2019):
Christina Kramer – Points, Lines, Planes.
Broschur, Text in deutscher und englischer Sprache, 120 Seiten, 21 x 26 cm, 70 farbige, meist ganzseitige Abbildungen. Mit Texten von Britta Tewordt, Cornelia Kratz, Stefan Niklas und Konstantin Butz.
Erscheint im Verlag Bernd Detsch.

„Prozesshaft führt Christina Kramer vor, dass es in ihrer Kunst letzten Endes immer auch um eine Suchbewegung geht, die sich nicht in der Endgültigkeit eines vermeintlich fertigen oder perfekten Werkes erschöpft, sondern immer auch etwas Vages, etwas Unbekanntes und Unvorhersehbares antizipiert.

Der Titel Ballad of losing control fasst die damit einhergehende Arbeitsweise hervorragend zusammen. Er impliziert ein Spannungsfeld, das sich zwischen einer fest gerahmten Kunstform, in diesem Fall bezeichnet durch die Ballade, und dem gleichzeitigen Verlust von Kontrolle entfalten kann. Darin spiegeln sich diejenigen Aspekte, die für Christina Kramers Kunst wichtig sind: Die Arbeit mit Siebdruck und räumlichen Installationen setzt eine gewisse Präzision voraus, die dann aber nicht durch pedantisches Streben nach Perfektion in die Stagnation führt, sondern durch Momente der Intuition und durch in Kauf genommene Augenblicke des Zufalls und des Fehlerhaften immer für eine spürbare Offenheit und vielleicht sogar Ungewissheit sorgt.“

Ausschnitt aus dem Katalogtext von Konstantin Butz: Where is my Mind?


Die Arbeiten von Kramer eröffnen Momente der immersiven Partizipation, die Möglichkeit „in das Werk zu treten, in ihm aktiv zu werden und seine Pulsierung mit allen Sinnen zu erleben“1. Aus dem scheinbar konkreten Formenvokabular von Punkten, Linien und Flächen entwickelt die Künstlerin eine eigene poetische, spannungsgeladene visuelle Sprache, die zwischen Eindeutigkeit und Unbestimmtheit oszilliert und eine Ästhetik des Ungewissen generiert.

Ausschnitt aus dem Katalogtext von
Cornelia Kratz | Britta Tewordt: Punkte, Linien, Flächen. Eine Ästhetik des Ungewissen

1 Kandinsky, Wassily: Punkt und Linie zu Fläche: ein Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente. München, 1928, S. 26.